Ein handgefertigtes Flügelhorn entsteht

Die Schallstücke sind ausgestimmt

Die Schallstücke sind ausgestimmt

Die Schallstücke sind ausgestimmt.
Das heißt, der exakte Verlauf von Durchmesser und Länge stimmt. Bei jedem Instrumententyp gibt es viele verschiedene Mensuren. Ist das Schallstück an einer Stelle 1mm zu weit oder zu eng, wird der betroffene Ton entweder zu tief oder zu hoch sein.
Deshalb pressen wir in unserer Meisterwerkstatt die Schallstücke nach der Fertigung zusätzlich auf einen Dorn.
Danach werden die Schallstücke in geradem Zustand an einem bereits fertigen Instrument akustisch am PC vermessen.
Siehe auch auf folgender Seite unter: Vermessung der Instrumente am PC.
Foto links:
Ausgestimmte Schallstücke in unterschiedlichen Materialien und Ausführungen.
Das Schallstück wird eingegossen

Das Schallstück wird eingegossen

Nun werden nach alter Handwerkstradition die Schallstück mit Blei eingegossen.
Dies gewährt ein sehr gutes Biegeverhalten.
Und zudem für die Handfertigung die Möglichkeit, das Schallstück nach dem Biegen sehr glatt  zu pochen (siehe nächster Schritt).
Dadurch entsteht eine sehr glatte Außen- und Innenoberfläche im Gegensatz zu den industriell gefertigeten Instrumenten.
Nach dem Glattpochen und dem Feilen, kann das Blei durch erhitzen mühelos aus dem Instrument gegossen werden.
Die Schallstücke kühlen nach dem Eingießen langsam ab

Die Schallstücke kühlen nach dem Eingießen langsam ab

Links sehen wir 3 unterschiedliche Beck Melisma Flügelhornschallstücke nach dem Eingießen.
Messing für B-Stimmung
Goldmessing (oder Tombak)  für C-Stimmung
Goldmessing mit Kranz in B-Stimmung
Bis hierher sind die Arbeitsschritte gleich.
Doch Vorsicht beim Biegen. Biegt man ein C-Schallstück nach der B-Biegeform ist alles zu spät.
Das Schallstück passt nicht zum Instrument und kann nicht zurückgebogen werden.
Es will gelernt sein, Schallstücke in Milimetergenauer Handarbeit zu biegen, verpochen und fertigzustellen.

Das Schallstück wird glattgepocht

Das Schallstück wird glattgepocht

Ist das Melisma Flügelhornschallstück fertig gebogen, geht es an die Feinarbeit.
Die vielen entstandenen kleinen und größeren Biegefalten werden mit Auspochhämmern und Auspocheisen glattgeklopft.
Die Hammerschläge müssen einwandfrei sitzen. Pocht  man zu viel, verändert man die Mensur und das Instrument stimmt schlechter.
Diese aufwändige Arbeit führt zu einer sehr glatten Innenoberfläche und somit zu einer besseren Ansprache.
Das verpochte Schallstück wird kontrolliert

Das verpochte Schallstück wird kontrolliert

Mit den Fingern und Schmirgelpapier kontrolliert man, ob die Falten vollständig herausgepocht sind.
Erst dann kann das Schallstück verfeilt werden.

Das Schallstück wird gefeilt

Das Schallstück wird gefeilt

Eine sehr genaue Handführung erfordert das Schallstückfeilen. Dieser Arbeitsschritt entscheidet nicht zuletzt, ob die finale Oberfläche gleichmäßig und schön wird.

Danach wird das Schallstück geschliffen und an der Poliermaschine poliert.
Jetzt sind die Schallstücke fertig und bereit zur erneuten Kontrolle am PC.

Die nächsten Arbeitsschritte werden wir in Kürze veröffentlichen.
Die Flügelhörner entstehen aktuell in dieser Zeit.
Bis bald…

3 fertige Beck Melisma Flügelhornschallstücke

3 fertige Beck Melisma Flügelhornschallstücke

Tags: , , , , ,

Hinterlasse eine Antwort