Landesliga Staffel II
HSG Wangen/Börtlingen : TSV-Dettingen/Erms 26:34 (14:16)
Noch in der letzten Saison taten sich die Dettinger oftmals schwer gegen in der Tabelle hinten platzierte Mannschaften. Deshalb ging man sehr entschlossen und konzentriert in diese Partie. Der Auftakt gelang vorbildlich und die Blau-Weißen aus dem Ermstal führten sehr rasch mit 3:0. Doch was dann folgte, erinnerte an das erste Heimspiel. Die Wangener verschleppten das Tempo derartig und lullten die Dettinger regelrecht ein. Am Kreis klebend sog man die Gegenspieler förmlich an, die sich dann auch noch, meist mit 2 Kreisläufern agierend, die Bälle auf engstem Raum zuspielten.

Die Hintermänner bieten enorm viel Platz, zu zweit an Nr. 23 anstatt die Lücke aktiv nach vorne zu schließen
Der vorgezogene Spieler stand auf verlorenem Posten, da die Hintermänner enorm viel Raum boten und die Lücken nicht schlossen. Die Gastgeber kamen zu leichten und unglaublichen Toren, holten den Rückstand nicht nur auf, sondern gingen mit 5:4 in Führung.

zu dritt an 2 Gegenspielern und trotzdem eine große Lücke
Trainer Steinke hatte genug gesehen und unterbrach die Partie für eine Minute. Die deutliche Ansprache und das Auswechseln auf einigen Positionen brachte aber auch nicht die erhoffte Wirkung. Nur gut, dass die Ermstäler in dieser Spielphase ihre Chancen verwerteten und die Partie ausgeglichen gestalten konnten.
Ab Minute 25 steigerte sich Torhüter Syrbe deutlich und war verantwortlich für eine 2-Toreführung, die bis zur Halbzeitpause (14:16) hielt.
Gratulation an Steinke. Gute Halbzeitansprache. Ganz anders standen die Dettinger in der Deckung.

Viel kompakter stand man in der 2. Halbzeit
Die Gastgeber wurden viel früher attackiert. Die ganze Abwehr war in Bewegung und arbeitete wieder zusammen. Die Wangener hatten keine Chance mehr, die leichten Tore vom Kreis zu werfen. Nein sie wurden aktiv nach vorne gedrängt. Syrbe behielt seine Form bei und so konnte die Führung stetig ausgebaut werden.
Zwar wurden vermeintlich leichte Bälle verworfen, aber einige davon sind auch sicherlich auf das absolute Hafmittelverbot zurückzuführen, dem auch der Gegner ab und zu Tribut zollte.
(Meine Meinung: Handball ohne Harz ist wie einen Leichtathleten ohne Spikes bei Regen auf die 400m Hürden zu schicken. Es wird viel vorsichtiger agiert, die Wurftechnik vor allem der Außenspieler reduziert sich enorm und einige Aktionen und Ballverluste sehen teilweise Laienhaft aus und sind diesem Sport absolut nicht zuträglich! Schade, dass in einigen Hallen keine Lösung gefunden wird…)
Abermals erzielten 9 Spieler die Tore und dies ist ebenso positiv zu bewerten, wie die deutliche Steigerung der zweiten Halbzeit. Nun steht man mit 4:4 Punkten dem schweren Auswärtsspiel gegen den noch verlustpunktfreien TV Reichenbach am nächsten Sonntag doch etwas gelassener gegenüber.
Syrbe, Stoll; Jock (4), Beck (2), Schulz (6), Heine (3), Klinger (8/4), Gotthardt (5), Fischer (2), Kramer (2), Kästle (2), Deusch, Schellig, Guksch
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